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Die Pyramiden als Rätsel der Wissenschaft

Die Pyramiden von Gizeh gehören zu den sieben Weltwundern, sie sind gleichzeitig das Einzige, welches noch erhalten ist. Gebaut wurden sie ca. 2.500 Jahre v.Chr. Die erstgebaute und größte Pyramide ist die Cheopspyramide, dann folgen die Chephren- und die Mykerinos-Pyramide.

Die Rätsel des Pyramidenbaus sind immer noch nicht geklärt. Man nimmt an, dass ca. 50.000 Menschen am Bau der Cheopspyramide beteiligt waren, dieses aber freiwillig taten, möglicherweise im Namen ihres Glaubens, und nicht als Sklaven. Anhand von Skeletten der mutmaßlichen Bauarbeiter wurde festgestellt, dass sie keinesfalls ihr ganzes Leben das ganze Jahr über Schwerstarbeit verrichtet haben. Verbaut wurden an dieser Pyramide circa 2,3 Mio. Steinblöcke, jeder Block 2,5 Tonnen schwer. Wenn eine Bauzeit von 20 Jahren annimmt, wurde alle ein bis zwei Minuten ein Steinblock verbaut. Ursprünglich waren die Pyramiden auch verkleidet, sie hatten ein glatte Oberfläche. An der Spitze der Chephrenpyramide kann man von dieser Verkleidung noch was sehen.

Die Pyramiden sind exakt nach den vier Himmelsrichtung ausgerichtet. Es gibt Theorien, dass die Pyramiden in Ägypten nach dem seinerzeitigen Sternbild des Orion ausgerichtet waren, aber diese These ist sehr umstritten.
Die Cheops-Pyramide war in früherer Zeit 146,6m hoch - das entspricht exakt der Entfernung Erde-Sonne in Millionen Kilometern.'Mittlerweile ist sie nur noch 137m hoch, die Spitze wurde im Lauf der Zeit abgetragen. Die Grundfläche der Pyramide beträgt 53.000 m2, das entspricht etwa neun Fußbalffeldern. Damit ist sie die größte Pyramide der Welt. Ihre Höhe steht im Verhältnis zu ihrem Umfang im gleichem Verhältnis wie der Radius zum Umfang eines Kreises. Als mathematische Formel: 1:2 Pi.

Die stufenförmige Pyramide von Sakkara ist die erste Pyramide, die je gebaut wurde. Als Friedhof der alten Hauptstadt Memphis wurde so nicht als Ganzes geplant, sondern ist ein "Stückelwerk". Ursprünlich bestand sie aus einer Grabkammer mit zwei Stockwerken, dann wurde sie zweimal verbreitert und erst dann in die Höhe gebaut, dabei entstand die Stufenform.

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Ägyptenforschung auf Eis gelegt?

Der Sphinx und nicht die Sphinx, wie fälschlicherweise immer gesagt wird, trägt auf seinem Löwenkörper den Kopf des Chephren. Es gibt wissenschaftliche Behauptungen, dass der Körper wesentlich früher gebaut wurde und der Kopf erst später aufgesetzt wurde. Die Nase des Sphinx haben allerdings nicht Asterix und Obelix auf dem Gewissen, sie wurde während eines Feldzuges von Napoleon im 17. Jahrhundert vom Kanonenfeuer abgeschossen.
Auch der aus Kalksandstein bestehende Sphinx ist leider vom steigenden Grundwasser des Nils bedroht.

Es gilt als ziemlich sicher, dass sich im tiefen Wüstensand ein zweiter, möglicherweise nicht so gut erhaltender Sphinx befindet, spezielle Satellitenaufnahmen sollen dies belegen. Da die alten Ägypter viel Wert auf Symmetrie legten, ist dieses durchaus vorstellbar.

Es gibt generell noch viel mehr altägyptische Bauwerke, die vom Wüstensand vergraben sind. Man legt sie nicht frei, weil es einen großen finanziellen Aufwand bedeutet, ferner möchte die Ägyptische Regierung diese Bauwerke für die Nachwelt erhalten, denn der trockene Wüstensand konserviert sie optimal.

Geldmittel für die ägyptische Forschung sind überhaupt ein Problem. Während früher enthusiastische Archäologen und eine Armada billiger Hilfskräfte die Bauwerke freilegten, geschieht dieses heutzutage aus Geldmitteln der UNESCO. Doch auch hier sind die Geldtöpfe, wie woanders auch, nicht gerade prall gefüllt.

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Logistische und architektonische Wunder

Der Karnak-Tempel in Luxor ist nicht nur ein Tempel, sondern eine riesige Tempelstadt. Die Bauzeit betrug 2.000 Jahre und es wurde grundsätzlich nach dem ursprünglichen Plan gebaut. Beeindruckend ist der Säulensaal, er besteht aus 134 Säulen, und jede Säule hat einen Durchmesser von 2 bis 3,5m, sowie die Obelisken der Hatschepsut.

Immer wieder ist festzustellen, dass das Baumaterial über teilweise weite Strecken befördert werden mußte. Roten Granit zum Beispiel, den gibt es nur in der Gegend um Assuan. Dieser Granit ist der härteste der Welt, daraus wurden u.a. die Obelisken der Hatschepsut gebaut. Den Wissenschaftlern ist noch nicht klar, wie und womit die alten Ägypter ihn bearbeitet haben.

Hieroglyphen und Wandmalerei

Die Bilder und Hieroglyphen auf Wänden und Säulen der sind teils erhaben und teils vertieft. Ausschlaggebend ist dafür die Himmelsrichtung bzw. der Schattenwurf der Sonne. Bei vielen Bauwerken sind die Gesichter der abgebildeten König- und Götterfiguren kaputtgeschlagen und ausgemeißelt. Dieser Frevel geht auf das Konto der frühen Christen (Kopten), die die Tempel zu Kirchen machten und darum die vermeintlichen Götzenbilder zerstörten. Bei einigen Tempeln ist dies nur im oberen Bereich der Fall, der untere Teil lag nämlich geschützt im Wüstensand.

Gelesen werden Hieroglyphen nicht immer in eine Richtung, sondern es gibt ein Leitsymbol. welches die Hauptperson einer Geschichte darstellt. Die Hieroglyphen werden in die Richtung gelesen, in die diese Leitfigur schaut.

Bild Kartusche
Farbig ausgemalte Kartuschen oberhalb der Säulen im Karnak-Tempel

Bild Kartusche
Kartusche als Relief an einer Karnak-Säule

Ein großer Teil der Reliefs war farbig. Wunderbar erhalten ist die Grabkammer Ramses VI. im Tal der Könige. Fotografieren war dort verboten, aber ich habe im Tempel von Karnak am oberen Ende der Säulen farbige Reliefs entdecken können, die natürlich nicht im entferntesten der Pracht der Ramses-Grabkammer entsprechen, aber für einen Eindruck sicherlich geeignet sind. Die Farben bestanden aus Naturmaterialien, teilweise zermahlenen Edelsteinen wie Lapislazuli und Türkis. Auch im Tempel der Hatschepsut sieht man farbige Reliefs, die in der Vergangenheit sicher viel prächtiger waren.