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Das Heidekraut

Bei der Pflanze, die der Landschaft den Namen gibt, handelt es sich um die Besenheide (Calluna vulgaris), die mit den nährstoffarmen Verhältnissen in der Heideregion zufrieden ist. Sie wird einen halben Meter groß, wenn sie nicht von den Heidschnucken verbissen wird.
Der Name Besenheide ist dadurch entstanden, weil aus den biegsamen Stängeln der Pflanzen Besen hergestellt wurden.

Die Heide blüht im Spätsommer und dann sehen die Heideflächen aus wie ein einziger rosa-violettfarbener Teppich. Die an Rispen wachsenden Blüten sind nur wenige mm groß und sehen aus wie kleine Glocken, daher heißt eine nahe Verwandte der Besenheide auch Glockenheide.
Die Besenheide wächst gern in sandigen, lichten Kiefern- und Eichenwäldern. Hier gedeihen auch Heidelbeeren und Preiselbeeren, die botanisch ebenfalls zu den Heidegewächsen gehören.

Wacholder

Eine weitere Pflanze, die die Heidelandschaft prägt, ist der Wacholder (Juniperus communis). Er stammt aus der Familie der Zypressengewächse und kann bis zu 12m hoch werden. Wacholder ist zweihäusig, d.h. es gibt männliche und weibliche Pflanzen.

Der Wacholder ist ganzjährig grün und hat ca. 1-2cm lange, recht spitze Nadeln. Die Blüten sind eher unscheinbar. Die Früchte des Wacholders, die Wacholderbeeren sind ein beliebtes Küchengewürz; natürlich auch zum Heidschnuckenbraten.

Aus botanischer Sicht handelt es sich bei den Früchten übrigens Zapfen und nicht um Beeren, man spricht wegen des beerenähnlichen Aussehens daher auch von Scheinbeeren.
In der Naturheilkunde spielen die ätherischen Öle des Wacholders eine wichtige Rolle.

Wacholder steht unter Naturschutz.

Buchweizen

Obwohl der Buchweizen schon lange nicht mehr großflächig in der Heide angebaut wird, möchte ich ihn hier trotzdem vorstellen, weil er ein wirklich typisches Heidegewächs ist, zumal er in den letzten Jahren von den Bio-Bauern wiederentdeckt wurde, insbesondere weil ihm das Klebeeiweiß (Gluten) fehlt, auf das einige Menschen allergisch reagieren.

Eine hiesige Spezialität ist die Buchweizentorte, ein Rezept dafür gibt es auf der Seite Heiderezepte

Der Buchweizen (Fagopyrum esculentum) ist nicht, wie der Name vermuten lässt, ein Getreide, sondern er gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Die Blüten sind weiß und die Form der Früchte erinnert an Bucheckern. Blüten und Früchte befinden sich gleichzeitig an der Pflanze.

Der Buchweizen ist anspruchlos und wird 40-80cm hoch. Die Erntezeit ist September. Geerntet wurde mit der Sense, möglichst in der Morgenfrühe, denn durch den Morgentau blieben die Früchte in den Hülsen und fielen nicht schon vorher auf den Boden. Anschließend wurde er auf der Tenne getrocknet und mit Dreschflegeln wurden die Körner aus dem Stroh geschlagen.

Buchweizen verträgt keinen Frost, die Körner jedoch sind frostunempfindlich.